Schizophrenie der Demokratie – Überlegungen zur Aporie der Menschenrechte

Datum der Erstellung
Beitrags ID:
#49
Autor:
David Stoop
Lizenz
Hochschule / Institution
Universität zu Köln
Art der Arbeit
Seminararbeit
Fach
Philosophie
Sozialwissenschaften
Seitenzahl
12
Sprache der Arbeit
Deutsch

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Kurzbeschreibung

Seit seiner Entstehung ist der Begriff der Demokratie Gegenstand theoretischer Definitionsstreitigkeiten und praktischer Ausgestaltungskämpfe. In diesen Debatten steht dabei manches Mal jedoch auch die Möglichkeit der Verwirklichung von Demokratie insgesamt auf dem Spiel. Durch seine Anbindung an die Idee der Menschenrechte im Zuge der Herausbildung bürgerlich-liberaler Nationalstaatsdemokratien, ist das demokratische Projekt – und es wird im Folgenden noch zu zeigen sein, weshalb hier in dieser Weise von einem Projekt die Rede ist – zudem umlagert von inneren Widersprüchen und Grenzstreitigkeiten unterschiedlichster Art. Eine Grenzerfahrung der Demokratie im wörtlichen Sinn stellt dabei das Problem der Menschenrechte des Flüchtlings dar. Etliche Tausend Kilometer (Grenz-) Zäune und Mauern durchziehen mittlerweile den Globus und legen mit ihren alltäglichen menschlichen Tragödien sichtbar Zeugnis ab von der Diskrepanz zwischen demokratischem Anspruch und realem Unrecht. Als Grenzfall der Demokratie wirft das Problem der Menschenrechte der Flüchtlinge, das sich jeden Tag aufs Neue an unzähligen Grenzen dieser Welt manifestiert, in zunehmendem Maße die Frage nach dem Wesen der Demokratie auf, in deren Beantwortung sich bedrohliche Uneindeutigkeiten auftun, die auf ein elementares Identitätsproblem der Demokratie verweisen.